Universität Wien

Institut für Staatswissenschaft 

  • Leitung des Gesamtprojekts durch Sylvia Kritzinger
  • Leitung von Arbeitspaket 1 und 2 
  • Mitarbeiter*innen: Daniel Weitzel, Julia Partheymüller, Katharina Götsch

Am Institut für Staatswissenschaft (Fakultät für Sozialwissenschaft) liegt die Digitize!-Gesamtprojektleitung. Sylvia Kritzinger, Professorin für Methoden der Sozialwissenschaft, leitet das Projektmanagement (AP 1) sowie die Erhebung digitaler Individualdaten (AP 2).

An der Staatswissenschaft lehren und forschen Politikwissenschafter*innen in verschiedenen Bereichen wie quantitative Methoden (v.a. Umfrageforschung), österreichische Politik oder vergleichende Politikwissenschaft.

Sylvia Kritzinger und ihr Team sind an zahlreichen laufenden und abgeschlossenen Projekten beteiligt wie dem Austrian Corona Panel Project, der österreichischen Wahlstudie AUTNES, der Europäischen Wertestudie u.a. Im Digitize!-Projekt übernimmt das Institut für Staatswissenschaft neben dem Projektmanagement und der Projektkoordination insbesondere die Verantwortung für digitale Datenerhebungen in Form von Individualbefragungen (u.a. Daniel Weitzel). 

Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft

  • Leitung von Arbeitspaket 3: Hajo Boomgaarden
  • Praedoc-Mitarbeiterin: Jana Bernhard

Das Team des Instituts rund um Hajo Boomgaarden, Professor für Methoden in den Sozialwissenschaften sowie Dekan der Fakultät für Sozialwissenschaften, wird sich insbesondere mit der Forschung rund um Textdaten sowie deren Verknüpfung mit anderen Datenformaten und -quellen beschäftigen. 

Das Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaften hat verschiedene thematische und methodische Schwerpunkte und beschäftigt sich u.a. mit politischer Kommunikation, Journalismus, Werbung, Methoden der Datenerhebung und -analyse etc. Hajo Boomgaarden ist neben Digitize! an anderen Drittmittelprojekten im Bereich der quantitativen automatisierten Textdatenanalyse beteiligt (z.B. OPTED, MIRROR oder AUTNES).

Institut für Politikwissenschaft

Barbara Prainsack leitet das Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien. Ihre eigene Forschung konzentriert sich auf Gesundheits-, Wissenschafts- und Medizinpolitik; der Schwerpunkt ihrer derzeitigen Forschungsarbeit liegt im Bereich der Praktiken und Institutionen der Solidarität im Gesundheitswesen. Sie ist Autorin zahlreicher Bücher und Artikel in wissenschaftlichen Fachjournalen (inkl. "Science" und "Nature"). 

Neben ihrer Forschungs- und Lehrtätigkeit ist Barbara Prainsack in zahlreichen Beratungsgremien tätig: Sie ist Mitglied der Österreichischen Bioethikkommission, der Europäischen Gruppe für Ethik der Naturwissenschaften und der Neuen Technologien, welches die Europäische Kommission berät.

In Digitize! ist Barbara Prainsack gemeinsam mit Seliem El-Sayed für die Erforschung der ethischen und sozialen Aspekte der Computational Social Sciences verantwortlich.

Institut für Innovation und Digitalisierung im Recht

Das Institut für Innovation und Digitalisierung im Recht an der rechtswissenschaftlichen Fakultät wird von Nikolaus Forgó, Professor für Technologie- und Immaterialgüterrecht, geleitet. In Digitize! übernimmt sein Team die Analyse und Erforschung der verschiedenen juristischen Aspekte im Bereich Digitization und Computational-Datenverarbeitung. 

Das Institut besteht seit 2017 und versteht sich als Bindeglied der rechtswissenschaftlichen Fakultät zur digitalen Revolution. Es befasst sich mit einer Vielzahl von Rechtsfragen der modernen Medien- und Informationsgesellschaft, die sich aus der raschen und anhaltenden Zunahme technologischer Innovationen ergeben: insbesondere mit Datenschutzrecht und dem Recht des geistigen Eigentums. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt ist das E-Commerce- und Verbraucherschutzrecht aus europäischer und rechtsvergleichender Sicht sowie Legal Tech und Innovationen in den juristischen Berufsfeldern. Das Institut beschäftigt sich mit diesen Themen aus einer internationalen und interdisziplinären Perspektive, zum Beispiel im Rahmen von zahlreichen europäischen Forschungsprojekten rund um die Verwendung von Daten in der Medizin und zu Zwecken der Strafverfolgung.

Fakultät für Informatik

Die Forschungsgruppe Data Mining beteiligt sich mit Sebastian Tschiatschek, Ass.-Prof. für Machine Learning und stellvertretender Leiter der Forschungsgruppe, sowie der Leiterin, Univ.-Prof. Claudia Plant, an Digitize! Die Forschungsgruppe beschäftigt sich mit der Entwicklung von Data-Mining- und Machine-Learning-Methoden, u.a. Algorithmen, die unstrukturierte Big data in effizienter und intelligenter Weise analysierbar und interpretierbar machen.

Sebastian Tschiatschek leitet AP 4 und wird im Rahmen von Digitize! erforschen und erproben, ob und in welcher Form Data-Science-Verfahren wie speziell entwickelte Algorithmen auf sozialwissenschaftliche Daten (wie Befragungsdaten, Textdaten u.a.) und deren Verknüpfung angewandt werden können. 

Claudia Plant leitet AP 6, das in der Einrichtung eines Experimental Data Science Labs besteht. In diesem Forschungslabor wird es insbesondere um innovative Verknüpfungen der Sozialwissenschaften und der Data Sciences gehen, indem a) interdisziplinäre Forschungsprojekte (für PhDs) sowie b) eine MA-Lehrveranstaltung Computational Social Science entwickelt werden, die sozialwissenschaftliche Studierende mit Data-Science-Skills ausstatten soll und umgekehrt.


Universität Linz

  •  Leitung Arbeitspaket 5: Dimitri Prandner
  •  Mitarbeit an Arbeitspaket 2

Das Arbeitspaket ist an der Abteilung für empirische Sozialforschung (Institut für Soziologie) der Johannes Kepler Universität Linz (JKU) verortet und wird von Dr. Dimitri Prandner (dimitri.prandner@jku.at) geleitet; Mag.a Katrin Hasengruber und Mag. Matthias Forstner MSSc. sind als wissenschaftliche Mitarbeiter*innen für das Projekt tätig. Weitere Mitwirkende sind Univ.-Prof. Dr. Bacher (Leiter der Abteilung für empirische Sozialforschung des Instituts für Soziologie der JKU) und A.Univ-Prof. Dr. Quatember (Abteilung Datengewinnung und Datenqualität des Instituts für Angewandte Statistik der JKU). 

Die JKU Linz wird in Digitize! schwerpunktmäßig mit der Digitalisierung der sozialwissenschaftlichen Methodenlehre in Österreich beschäftigen (AP-Leitung Dimitri Prandner). Ausgehend von regelmäßigen Umfragen unter Methodenlehrenden und Leitfadeninterviews mit Expertinnen und Experten für sozialwissenschaftlichen Forschungsmethoden wird im Rahmen des Arbeitspakets ein Prototyp für eine Open Access Plattform aufgebaut.

Darüber hinaus beteiligt sich das Team der JKU Linz mit mehreren Personen an der digitalen Umfrageforschung und dem Design eines österreichischen Panels im Rahmen von AP2.


Universität Graz

Institut für Soziologie

  • Beteiligung an Arbeitspaket 2 - SSÖ 

Das Institut für Soziologie der Universität Graz, vertreten durch Markus Hadler und Franz Höllinger, beteiligt sich mit seiner Expertise im Bereich soziologischer Bevölkerungsumfragen am Digitize!-Projekt. Der Forschungsschwerpunkt des Instituts - international vergleichende und historische Gesellschaftsanalysen - wird sich im Projekt insbesondere in der Durchführung des Sozialen Surveys Österreich (SSÖ) niederschlagen. 

Der Soziale Survey Österreich (SSÖ) ist ein seit 1986 bestehendes interuniversitäres Umfrageprogramm zur Beobachtung des Wandels von Verhaltensweisen und Wertorientierungen in zentralen Lebensbereichen und sozialen Problemfeldern (wie Familie, Arbeit, Politik, Religion, soziale Ungleichheit, Gesundheit und Umwelt). Die Verknüpfung des SSÖ mit dem International Social Survey Programme (ISSP) ermöglicht es, den gesellschaftlichen Wandel in Österreich sowohl im Zeitverlauf als auch im internationalen Vergleich zu analysieren. 

An der Konzeption und Durchführung beteiligen sich derzeit die Universitäten Graz, Linz, Salzburg und Wien. Die erhobenen Daten werden im Austrian Social Science Data Archive (AUSSDA) archiviert und können von Wissenschafter*innen, Studierenden und sonstigen Interessierten unentgeltlich genutzt werden.


Universität Salzburg

  • Fachbereich Politikwissenschaft und Soziologie: vertreten durch Wolfgang Aschauer
  • Beteiligung an Arbeitspaket 2

Die Universität Salzburg beteiligt sich mit dem Fachbereich Politikwissenschaft und Soziologie am Digitize!-Projekt. Insbesondere wird das Team aus Salzburg zur Survey-Forschung und zur Design- und Pilot-Studie für ein österreichischen Panel beitragen.

Die Abteilung Soziologie und Kulturwissenschaft beschäftigt sich in ihrer Forschung mit verschiedenen - theoretischen und empirischen - Aspekten gesellschaftlicher Phänomene und Veränderungen. Forschungsschwerpunkte sind etwa sozialer Wandel, Mobilität, Ungleichheit, Arbeit, Familie sowie empirische Forschungsmethoden.

In Digitize! wird die Universität Salzburg vor allem durch die zwei soziologischen Survey-Experten Wolfgang Aschauer und Martin Weichbold vertreten. Seit rund 15 Jahren forschen und publizieren Mitglieder der Abteilung Soziologie und Kulturwissenschaft über Methoden der empirischen Sozialforschung. In dieser Zeit sind über 60 Arbeiten (Bücher, Zeitschriftenartikel, Buchbeiträge) entstanden. Der Großteil der Arbeiten beschäftigt sich mit grundlegenden methodologischen Fragen, insbesondere im Bereich sozialwissenschaftlicher Datenkonstruktion. Über einen ganzheitlichen Zugang soll Datenqualität in einem umfassenden Verständnis analysiert und wesentliche Bausteine einer Theorie der Befragung entwickelt werden. Ein weiteres Spezialgebiet der Abteilung Soziologie ist die Bearbeitung grundsätzlicher methodologischer Herausforderungen im Kulturvergleich, wodurch sich Wolfgang Aschauer und Martin Weichbold auch stark in der ländervergleichenden Forschung engagieren.